Die Neuapostolische Kirche Österreich
Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat
13.10.2019 / Lugano-Breganzona
Die Feierlichkeiten des 100-jährigen Bestehens der Gemeinde Lugano erreichten ihren Höhepunkt mit dem Besuch des Bezirksapostels Jürg Zbinden.

Im voll besetzten Kirchensaal hielt der Bezirksapostel den Jubiläums-Gottesdienst der Gemeinde Lugano. Er wurde begleitet von Apostel Rolf Camenzind, den Bischöfen Fässler, Wihler und De Lazzari und weiteren Amtsträgern. Viele "ehemalige" Luganesi waren ebenfalls der Einladung zu diesem Festgottesdienst gefolgt. 

Zu Beginn des Gottesdienstes, bedankte sich der Bezirksapostel bei Don Damian Spataru, Stellvertreter der Katholischen Kirche in Sachen Ökumenismus, für sein Erscheinen.  

100 Jahre sind eine lange Zeit, aber deswegen müssen wir nicht stehen bleiben
Der Vorsteher der Gemeinde Lugano, Bezirksevangelist Luigi Campagna, las eine kurze Chronik der neuapostolischen Gemeinde Lugano aus den vergangenen 100 Jahren.

Dem Gottesdienst lag das Wort aus dem 5. Mose 30, 9b zugrunde: «Denn der HERR wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat».

Der Bezirksapostel erwähnte, dass sich in der vergangenen Zeit vieles geändert hat, sowohl in der Gesellschaft wie in den Traditionen. Doch Gott und seine Liebe zu uns haben sich nicht verändert. Gott will an uns Gutes tun. Diese Gewissheit dürfen wir in uns tragen.

Göttliche Geschenke
Die Kirche - das irdische Gebäude, in welchem wir den Gottesdienst erleben dürfen - ist ein Geschenk;
Die Errettung ist ein weiteres Geschenk;
Eine lebendige Gemeinde, die die Kirche versorgt und pflegt, ist ebenfalls ein Geschenk;
Und ein unermessliches Geschenk ist Gottes unbegrenzte Liebe zu uns Menschen.

Der Bezirksapostel forderte die Gläubigen auf, Gott Gutes zu tun, wie er uns Gutes tut. Jesus Christus und sein Wesen sollen jeden Tag in uns leben - nicht nur an der Jubiläumsfeier, sondern jeden Tag neu.

Gott freut sich
Bischof Fässler erwähnte in seinem Predigtbeitrag das Gleichnis vom Berg der Seligkeiten (siehe Matthäus 17,1-8; Markus 9,2-8; Lukas 9,28-36) und wie Petrus gesagt hat (frei übersetzt): «Hier lebt man gut!». Heute wollen wir sagen: hier leben wir gut.

Von der Vergangenheit in die heutige Zeit - immer mit dem gleichen Ziel
Bischof Wihler ergänzte in seinem Mitdienen, dass in der Vergangenheit viele das Geschenk des Glaubens erhalten durften. Mit ihnen zusammen können wir uns an Gott freuen. 

Modern - doch immer im Glauben
Bischof De Lazzari setzte den Schlusspunkt und erwähnte, dass die enorme Arbeit der Pioniere und Vorangänger, die vor uns da waren, oft schwer war. Heute sei vieles einfacher geworden, z.B. könnten wir uns auf den Reisen mittels GPS orientieren.

Wir sollen immer bereit sein wenn der Herr ruft - bereit, um für ihn zu arbeiten.

Fest in Gott
Der Gottesdienst endete mit der Sündenvergebung und der Feier des Heiligen Abendmahls für die Gemeinde und anschliessend für die Verstorbenen, vertreten durch Bischof De Lazzari und Bezirksevangelist Campagna.

Nach dem Gottesdienst durften alle noch bei einem Apéro Gemeinschaft pflegen. Viele Erinnerungen wurden wach, und Fragen zu Gegenwart und Zukunft konnten besprochen werden.